Finanzamt & Steuerberater informieren

Nehmt frühzeitig Kontakt zu eurem Steuerberater oder Finanzamt auf

Unternehmen, die durch den Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen.

Maßnahmen können sein:

  • Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer auf Antrag
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
 

2gather.jetzt

16. März 2020

14:10

5 Antworten

  1. Leider musste ich letzten Donnerstag bereits feststellen, dass die Mitarbeiter beim Finanzamt HH-Hansa scheinbar noch überhaupt keine Infos hatten bzgl. etwaiger finanzieller Hilfsmöglichkeiten, obwohl dies da schon in den Medien kommuniziert war!!
    O-Ton: “Sie sind die Erste, die mit dieser Frage kommen” ???!?!?!
    Ausserdem war heute die öffentlich kommunizierte Hotline Nummer dauerhaft besetzt – was zwar nicht verwunderlich, aber dennoch nicht sehr hilfreich ist. Noch nicht einmal eine Ansage auf Band mit Infos war zu hören 🙁

  2. Hallo zusammen,
    ich hatte gleich am vergangenen Wochenende meinen Steuerberater kontaktiert und folgende Antwort erhalten: [..] “nein, im Moment gibt es für Sie keine Möglichkeit, die bereits geleistete ESt-Vorauszahlung für das erste Quartal zurück zu fordern, da die ESt eine Jahressteuer ist. Sollte das Corona noch ein halbes Jahr dauern, könnten wir was versuchen, aber jetzt noch nicht!! […]
    Kann das sein???

    Es ist noch nicht in den Köpfen der Steuerberater angekommen, dass Selbstständige, wie ich, deren Einkommen mit der Schliessung der Kitas und Schulen (naturwissenschaftliche Frühbildung) komplett ausfallen, hier dringend Hilfe benötigen???
    Das ist sehr demotivierent…
    Nächster Anruf geht direkt an das FInanzamt!

    1. Hallo Mara,
      Du brauchst nicht beim Amt anzurufen, da kommst Du eh nicht durch. Schick denen einen Herabsetzungsantrag ab Jahresbeginn mit der Begründung, dass Deine Einnahmen ab jetzt komplett wegfallen. Wenn Du Dein Ergebnis bis laufend anschaust, wirst Du wahrscheinlich nicht mehr als EUR 15.000,00 Gewinn haben. Kommt nun kein Umsatz mehr rein, aber die Kosten bleiben, hast Du aufs Jahr keinen steuerpflichtiges Einkommen über dem Grundfreibetrag, ergo keine Steuerzahlungen für 2020. Sollte sich dann doch wieder alles zum positiven drehen, kann das alles wieder erhöht werden. Aber in diesen Zeiten sollte wirklich keiner Steuern auf etwas bezahlen, das man nicht verdient.
      Falls übrigens ein Ehepartner noch angestellt ist, an den Steuerklassenwechsel denken!

  3. 1. Bei meinem (?) Finanzamt (HH-Altona) war am letzten Donnerstag schon möglich, einen validen Tipp zu bekommen: formloses Schreiben (auch per Email), in dem um Aussetzung der Einkommensteuervorauszahlungen (auch rückwirkend, wenn man gerade bezahlt hat) aus bekannten Gründen gebeten wird. Dann läuft das. Wurde mir jedenfalls zugesichert. Für evtl. Stundungen der USt.-Zahlungen ähnlichen Weg beschreiten. Man bekommt einen neuen Einkommensteuervorauszahlungsbescheid (Oops, tolles Wort) und den reicht man, falls nötig, bei der
    2. Krankenkasse ein. Auch dort sollte man vorstellig werden im Hinblick auf Beitragssenkung (schließlich ist ja die ursprüngliche Bemessungsgrundlage dafür nicht mehr gegeben) und/oder Stundung. Hat mir meine Kasse (TK) mitgeteilt.

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